Ensembles
Duounbre (Duo Unterpertinger/Breuer)
It is the coninuity of a piece of music. Continuity today, when it is necessary, is a demonstration of desinterestedness. That is, it is a proof that our delight lies in not possessing anything.Slowly as the music goes on, we are getting nowhere and thats a pleasure. It is not irritating to be where one is. It is only irritating to think one would like to be somewhere else. I am making it just as I make a piece of music. It is like a glass of milk. We need the glass and we need the milk. Or again it is like an empty glass into which at any moment anything may be poured. Nothing more than nothing can be said. (John Cage: Lecture on Nothing, 1968)weiter
Bernhard Breuer - Drums
Juun - Broken Inside Pianos
juun/cerv/palm
juun/cerv/palm ist ein Hybrid aus Industrial, experimenteller Improvisation und Noise. Verschiedenste innere und äußere, brachial ruhende wie subtil lärmende Zustände werden durchmessen. Das Trio ist bemüht mit Künstlerinnen aus anderen künstlerischen Sparten (wie z. B. Film) zusammenzuarbeiten.
Claudia Cervenca - Stimme
Pia Palme - Subbassflöten
Juun - Innenraumklaviere
unterPritperTingerchard
Improvisationsduo
Alwynne Pritchard - Stimme
Juun - (Innenraum)Klavier
don@u.com
The idea of don@u.com was born in the fall 2002 when Daniel Matej and Martin Siewert met for the first time at Musikprotokoll ’02 in Graz, playing on the same evening and stage with their own bands TRAPIST and VAPORI del CUORE. Sharing similar aesthetic concepts and approaches to improvisation they decided to form an occasional band “open to musicians united by the river Danube and – most of all – by common ideas”. The band then got its name in 2004, at the occasion of its first public performance. Since 2006 don@u.com plays in more or less definite line-up with 7 musicians (Bernhard Breuer, Daniel Matej, Marek Piacek, Martin Siewert, Ronald Šebesta, Judith Unterpertinger, Peter Zagar) and the sound engineer Roman Lašciak. weiter
fruitmarket gallery
Ein besonderes Interesse in Judith Unterpertingers Schaffen gilt dem Verhältnis von komponierter zu improvisierter Musik. In der Arbeit mit dem Ensemble fruitmarket gallery, das sie seit 2003 gemeinsam mit der Sängerin und Komponistin Nika Zach und dem Cellisten und Elektroniker Stephan Sperlich betreibt, gilt das Augenmerk genau dem Feld zwischen diesen beiden Polen. Als Impulse dienen fruitmarket gallery immer sehr konkrete Themen, deren Auswahl und Umsetzung auf persönlich erfahrenen Momenten basieren. Bei maximaler Freiheit in Instrumentierung und Artikulation entsteht so, durch Assoziation und Abstraktion, der Ensembleklang, dessen Dramaturgie von der Kommunikation unter den MusikerInnen jedes mal aufs Neue geformt wird. Wichtig ist dabei das völlig gleichberechtigte Nebeneinander sämtlicher Instrumente, sodass die Dynamik im Ensemble immer offen bleiben kann.weiterund weiter
Nika Zach - Stimme
Stephan Sperlich - Violoncello
Juun - Innenraumklavier
Performances
znit:
znit wurde 2002 von der Komponistin Judith Unterpertinger und der Tänzerin und Choreografin Katharina Weinhuber gegründet. Sehr wichtig ist für znit ein Herausgehen aus den traditionellen Formen, ein Vertauschen und Verwischen der Kompetenzen. Das bedeutet, dass die bei verschiedenen Produktionen mitwirkenden KünstlerInnen ihre Fachbereiche verlassen, um diese zu erweitern und dort wiederum an ihre Grenzen zu stoßen. In diesem Spannungsfeld können Ideen und Themen anders entwickelt werden.znit arbeitet produktionsbezogen ohne fixe Orte, "zwischen Linz, Wien und anderswo".
Katharina Weinhuber - Choreografie, Inszenierung
Juun - Komposition, Inszenierung
znit: Heute bin ich Held_in, Innsbruck 2009weiter
znit: ich grenz an alles immer mehr, Linz 2006 weiterund weiter
znit: irgendeinSPIEGELschaun, Linz 2003weiter
lemophilia squeezer
lemophilia squeezer thematisiert den Begriff “Wahnsinn” und drei seiner Formen in unserer Gesellschaft: Wahnsinn als ein Akt von bewusster Rebellion gegen eine übergeordnete Macht – sei diese nun politischer, sozialer oder zwischenmenschlicher Natur. Wahnsinn als Reaktion auf eine unbequeme Wahrheit. Wahnsinn aus der Perspektive eines Opfers. Die Fragen, die durch das Thema aufgeworfen werden, drehen sich um die Grundlage unseres gegenseitigen Verstehens. Ist jemand, dessen Verhaltens- und Denkmuster nicht der akzeptierten sozialen Norm entsprechen, ein Hindernis für unsere täglichen Rituale? Ist Kommunikation mit jemandem, der uns zu keinem Zeitpunkt an uns selbst erinnert, möglich? Falls ja: In welcher Umgebung kann ein Dialog entstehen? Falls keine Interaktion zustande kommt: Welche Emotionen werden bei den Akteuren freigesetzt?
Agniezka Obuchowics - Choreographie, Performance
Juun - Performance
Anderes
London Wall Studies (Zeichnungen) - 2008
Architektur bildet das Gegenstück zu dem sich bewegenden Menschen, schafft eine Grenze zwischen außen und innen. Den Ausgangspunkt der London Wallstudies bilden Fotografien von Gebäuden in London, deren äußere Hüllen, also Wände und Mauern. Die scheinbar dauerhaften Gebilde, die jedoch nicht starr bleiben, sondern mit der Zeit wieder zerfallen, haben mein Interesse gewonnen: besonders Risse, abbröckelndes Mauerwerk, herausstehende Nägel oder Rohrstücke haben meine Aufmerksamkeit erhalten. Die Suche nach Details, die von der glatten, sauberen, perfekten Fassade abweichen haben mich zu interessieren begonnen. Anders als in den Zeichnungen von Thirsty Camel habe ich aber von den entstandenen Fotografien nicht Details rausgenommen, sondern vielmehr die fotografierten Details zeichnerisch neu zusammengefügt, übereinandergeschichtet, vervielfältigt.
Wall Studies I - III (Komposition) - 2008/10
Die Zeichnungen aus den London Wall Studies sind je einem Instrument zugeordnet und dienen zur Vorlage und Inspiration zu drei Soli für Flöte, Klarinette und Fagott.
Thirsty Camel (Fotografien/Zeichnungen) - 2007
Ich kann einen Teil, einen Ausschnitt eines Menschen wahrnehmen, wenngleich er in seiner Gesamtheit unteilbar bleibt. Und so habe ich Tage, Wochen in Coffeeshops in Kanada damit zugebracht, vorbeigehende, -eilende, -schlendernde Menschen zu beobachten, um meine Wahrnehmung eines Gesichts, etwas, das mich darin fasziniert hat, festzuhalten: ein besonderer Nasenflügel, ein gehetzter Blick, ein verkniffener Mund, ein hysterisches Lachen. Ich habe einen Moment aus der Zeit durch eine Fotografie fixiert, um dann zu einem späteren Zeitpunkt daraus Schemen, Gesichtszüge, Details, die mich berührten in Zeichnungen zu abstrahieren und habe somit etwas von außen Kommendes zu Meinem gemacht. (Entstanden mit freundlicher Unterstützung der ÖBV)
außen, von innen (Komposition) - 2007
Die Komposition außen, von innen steht in direktem Kontext zu dem Projekt Thirsty Camel. Die Sucht nach dem Augenblick, das Warten auf den richtigen Moment für ein Foto, diese leise innere Spannung in der mal beruhigenden, mal störenden Atmosphäre eines kanadischen Kaffeehauses bilden den Ausgangspunkt für die Komposition. Indem ich die Fotografien und Zeichnungen wie grafische Partituren gebrauche, kann die Komposition auch als ein Versuch gehört werden, etwas Abgestopptes, Fixiertes wieder in Bewegung zu setzen. Ich zeige ein Außen durch mein Inneres kommend.
gegangen. Eine performative Klanginstallation - 2006
Am 26. Oktober 1772 fuhr Wolfgang Amadeus Mozart, 16, mit dem Vater von Innsbruck nach Hall, um im Damenstift Bekannte zu besuchen. "Der Wolfgang spielte in der Kirche die Orgel", notierte der Vater. Von dieser Orgel soll sich der zweimanualige Spieltisch in Fügen erhalten haben. [...] Die Tirolerin Judith Unterpertinger legte Kieselsteine auf die Tasten, die nur noch ihr funktionelles Geräusch von sich geben. Mit den Steinen brachte sie Orgelpfeifen zu subtilem Klingen und gab auf diese Weise dem Manual eine Idee von Klang zurück.[...] Tiroler Tageszeitung (Ursula Strohal)